Sonntag, 28. Mai 2017

Rezension: Der Schwur der Wikinger

Der Schwur der Wikinger – ein Fargo Roman
                                                             
                                                                          von Clive Cussler und Russel Blake




"[...] Meine Arme schmerzen, als hätte ich die ganze Nacht mit einem Bären gerungen."

"Ich kenne das Gefühl. Ihr habt doch meine Frau gesehen."


=[ Harte Fakten ]=
  • Blanvalet Verlag 2016
  • Taschenbuch 9,99 €uro
  • 507 Seiten
  • ISBN: 978-3-7341-0236-3

=[ Worum geht’s denn eigentlich? ]=

Da Schatzjäger-Ehepaar Fargo entdeckt ein Wikinger Langboot und einen Hinweis auf das „Auge des Himmels“. Diese Hinweise führen sie quer durch den Dschungel zu alten Ruinen und Gräbern. Doch sie sind natürlich nicht allein auf der Jagd nach dem Auge des Himmels und schon bald finden sie sich inmitten von Grabräubern und Kriminellen wieder.




=[ Meine Meinung ]=


Als ich durch die Buchhandlung ging und geschmökert habe, ist mir dieses Cover aufgefallen. Es standen zudem ziemlich viele Bücher von Clive Cussler im Regal und da habe ich mich gefragt, wie der sich so lange vor mir verstecken konnte! Leider war der erste Teil der Reihe nicht da und auch der zweite Teil nicht – also habe ich kurzerhand den Schwur der Wikinger mitgenommen. Wikinger gehen immer.


Auch ohne die Vorgängerromane zu kennen, kommt man hervorragend in die Story rein. Es erklärt sich eigentlich alles von selbst und es gibt auch kaum Anspielungen auf alte Abenteuer, zumindest keine, die man als Neuleser nicht versteht.



Das Ehepaar Fargo – das sind Sam und Remi – sind sehr sympathisch und ich mochte beide von Beginn an. Die Dialoge zwischen ihnen sind witzig, sie necken sich, aber nicht kitschig. Nach dem Buch gehe ich einfach mal drauf aus, dass das Grundgerüst bei den Fargo-Romanen das Folgende ist: Schatzsucher Ehepaar tingelt um die Welt um antike Artefakte zu bergen und das ruft immer einen Gegenspieler auf den Plan. Gut, da ist ja jetzt auch nicht schlimm, bei Navy CIS ist ja am Anfang auch immer einer tot und dann geht's los. 

Wir starten hier mit einer Szene aus der Vergangenheit und erfahren, wie das Langboot zum Fundort gerudert wird. Um ehrlich zu sein, hätte ich da auch gerne weiter gelesen. Die Szene mit den Wikingern war auch ziemlich gut!

Sam und Remi fliegen um die Welt und decken so Einiges auf, müssen aber auch Rückschläge und Gegenwehr einstecken und sich mit Ämtern und Behörden rumschlagen (Ieeeh, das ist ja wie im echten Leben). Als sie das Langboot am Polarkreis zu Gesicht bekommen und sehen, was sich alles noch darin befindet, ist das schon sehr...Respekt einflößend. Die beiden müssen es sogar bei klirrender Kälte mehrere Tage bewachen. Brrr man darf gar nicht drüber nachdenken... Ein Hinweis führt sie dann in den Dschungel und dort fangen die Probleme erst so richtig an. Grabungen werden nicht gestattet usw usw.

Aber da sie jahrelang schon Schatzjäger sind, haben sie keinerlei Geldprobleme und  können so einiges springen lassen, um an Informationen, Mitarbeiter und das richtige Equipment kommen. Sie müssen nicht einmal drüber nachdenken, wenn sie in einen Privatjet steigen um ans andere Ende der Welt zu fliegen. Und schwupps - sind wir beim Einzigen, was mich irgendwie gestört hat. 

Es mag solche Menschen geben, selten sind es Archäologen, aber es ist einfach irgendwie zu einfach, alles damit zu erklären finde ich. Man macht es sich damit zu einfach. Ja ich weiß, Batman hat auch genug Geld und so. Mich ich hat es irgendwie ein bisschen gestört oder besser gesagt genervt, aber es tut der Spannung und dem Buch keinen Abbruch

Die Story an sich ist gut aufgebaut, es wird immer mal zu den "Bösen" geschaltet und es bleibt vor allem spannend. Der Leser merkt schnell, der Autor macht das nicht zum ersten Mal. Clive Cussler hat zahlreiche Abenteuerromane und -Serien geschrieben und konnte schon reichlich Erfahrung sammeln. Heraus kommt ein richtig guter Abenteuerroman. Dieses Genre ist leider etwas untergegangen, dabei kann man so viel damit machen. Ihr müsste ein bisschen vergessen, dass Abenteuerromane heute nicht mehr Winnetou sind, sondern meistens actiongeladen und alles andere als verstaubt.

Ein Detail, was mir sofort auffiel: Der Autor ist offensichtlich Weinkenner und Zigarrenraucher. Bis ins kleinste Detail werden Weine beschrieben und auch Zigarrenmarken, deren Namen länger sind als der Buchtitel, aufgeführt. Hier kennt sich jemand aus und wollte es auch raushängen lassen. Das ist jetzt keine Abwertung, aber es fällt sofort auf. Immer wenn jemand trinkt, ist es nicht „Wein“, sondern ein „superkomplizierterWeinnamedenkeinnormalverdienenderMenschkennt + Jahrgang“.


Es bleibt ein super Abenteuerroman, der durchaus ein paar Klisches bedient, aber auch erstaunlich gut recherchiert ist. Ich jedenfalls habe jetzt totale Lust bekommen, beim ersten Abenteuer von Herr und Frau Fargo zu beginnen!




=[ Fazit: ]=

Ein gelungener Abenteuerroman!





=[ Wertung: ♥ ♥ ♥ ♥ 4 von 5 ]=

Mittwoch, 24. Mai 2017

Rezension: Frida - Die Schlacht um Rii

Frida – Die Schlacht um Rii

                                                                     Florian Kofler




=[ Harte Fakten ]=
  • Taschenbuch
  • Books on Demand 2017
  • 15,99 €
  • 503 Seiten
  • ISBN: 978-3-7431-3975-6




=[ Worum geht’s denn eigentlich? ]=




Der Nortmar Leif findet in den Wäldern ein kleines Menschenmädchen. Die Kleine hat scheinbar ihr Gedächtnis verloren und gibt sich selbst den Namen Frida. Leif beschließt, das Kind zur Menschenstadt zu bringen, doch das ist mit erheblich mehr Widrigkeiten verbunden, als anfangs erwartet. Wer ist Frida wirklich und wie kam sie in den Wald im Norden?




=[ Meine Meinung ]=




Der liebe Florian Kofler hat mich gefragt, ob ich nicht sein Buch lesen möchte und der Klappentext und das Cover haben mich sofort neugierig gemacht.

Allein das Cover ist der Wahnsinn! Hier hat man sich richtig Mühe gegeben und der Autor sicher auch ein bisschen Geld in die Hand genommen. Im Buchladen hätte ich das Buch sofort in die Hand genommen, weil das Cover so herrlich dazu einlädt. Ich finde das sehr wichtig, vor allem bei Selfpublishern sollte das Cover schon eine gewisse Professionalität ausstrahlen. Das wurde hier absolut erreicht! Sehr schön!

Was mir an dem Buch optisch oder besser haptisch nicht gefällt ist, es ist unheimlich schwer. Das Papier ist so schwer... zwar wirkt das weiße, stärkere Papier hochwertiger, ist zum Lesen jedoch eine Katastrophe, vor allem bei über 500 Seiten. (Und wenn man darauf achtet, den Buchrücken nicht zu knicken, umso mehr) Das ist auffallen bei den Selfpublisher Büchern so, von einem Verlag hatte ich so eines noch nicht.




Dadurch ist es wahrscheinlich auch sehr teuer. 15,99 € für ein Taschenbuch empfinde ich persönlich als teuer und würde mich eventuell auch von einem Kauf abhalten.




Nun zum Buch:





Die Story ist wirklich toll! Es hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht Leif und die kleine Frida auf ihrer Reise zu begleiten. Unterwegs treffen sie noch Gefährten, den Hofnarren Cicero und den Piraten Spartacus, die mir auch sofort ans Herz gewachsen sind. Ich war zu jeder Zeit bestens unterhalten und konnte da Buch nur schwer weglegen. Immer wollte ich wissen, wie es weiter geht.

Frida und Leif gefallen mir sehr gut. Leif wird gegen Mitte des Buches leider immer wieder als etwas begriffsstutzig bzw. doof dargestellt, was mal wieder das „dummer Wikinger aus dem Norden kann nur alles kaputt hauen“-Klischee bedient, aber das war zum Glück nicht ständig der Fall. Spartacus ist mein Liebling gewesen.

Bis Mitte des Buches war alles top und dann ging's leicht bergab für mich. Leider wurde im letzten Drittel noch eine Lovestory mit eingewoben und auch erst ganz zum Schluss wurde erklärt, warum alle überhaupt um Rii kämpfen und wer und wo diese Götter eigentlich sind. Das fand ich richtig schade, denn man wird am Ende davon erschlagen...anfangs hat man eine wunderbare Geschichte, in der ein Mädchen und ein Nortmar versuchen, die Menschenstadt zu erreichen und dabei mit einigen Widrigkeiten zu haben. Aber am Ende kommt eben noch die epische Göttergeschichte um die Ecke, das hat alles etwas abgeflaut. 

Auch schade sind die zahlreichen Rechtschreibfehler, die sich wohl in dem fehlendem Lektorat begründen. Mir fällt sowas sofort auf und der Autor wurde bereits darüber informiert und hat es ganz toll aufgefasst.


Dennoch liegt hier vor uns ein solider Fantasyroman, den ich euch nur empfehlen kann und auch meinem Mann (Wikinger Fan) schon ans Herz gelegt habe.

Und dazu kommt, der Autor ist noch blutjung! Florian Kofler ist 1996 geboren und hat meiner Meinung nach ein gutes Debüt hingelegt.


Frida kann ich nur empfehlen. Eine bezaubernde Story und ein Ende, das sehr überraschend kam lassen euch komplett abtauchen! Daraus wäre sicher auch eine schöne Reihe geworden.



Ich bin froh, dass ich dieses Buch lesen durfte und möchte an dieser Stelle nochmal Florian danken, dass er mir ein Exemplar zur Verfügung gestellt hat. :D





=[ Fazit ]=

Ein sehr schöner Fantasy-Roman!





=[ Wertung: ♥ ♥ ♥ ♥ 4 von 5 ]=

Montag, 22. Mai 2017

Rezension: Die Chroniken der Seelenwächter Hardcover #4

Die Chroniken der Seelenwächter 
Verborgene Mächte
Hardcover Band 4: Der Verrat

                                                                                     von Nicole Böhm





„Das Kind, das nicht leben darf...“



=[ Harte Fakten ]=


  • Greenlight Press 2017
  • Hardcover 14,90 €
  • 252 Seiten
  • ISBN: 978-3958342378





=[ Worum geht’s denn eigentlich? ]=

Es geht weiter... und die Seelenwächter haben auch Verluste zu betrauern. Das heißt aber nicht, dass der Kampf aussichtslos ist!

Ralf und Joanne wetzen die Messer. Um Exumor zu erwecken, brauchen sie die Seelen der vier Mitglieder des Rates. Nach Ilai's Ableben sind noch 3 weitere übrig.





=[ Meine Meinung ]=

Die Seelenwächter hatten mich, wie einige schon wissen, ja von Anfang an und werden mich auch nicht mehr loslassen. Es ist eine unglaubliche Serie und ich weiß gar nicht, wie man an ihr vorbei kommt.
Vor mir liegt nun schon Hardcover #4 und es geht rasant auf das Staffelfinale zu. Da es Überlänge hat, gibt es hier nur zwei Ebooks und beim Hardcover #5 das Finale in Überlänge. Finde ich völlig okay!

An dieser Stelle muss ich absolut noch erwähnen, dass ich eigentlich kein Freund von Romance bin, ABER Jaydee und Jess!!! Oh mein Gott, ich war richtig nervös. Super gemacht Nicole, du hast mich damit voll überzeugt. Oft musste ich schon so eine hahnenbüchene Lovestory lesen, aufgesetzt und irgendwie einfach gedrungen. Hier ist das nicht so. Man fühlt mit Jess und auch mit Jaydee durch den Perspektivenwechsel ist man immer dabei, vor allem emotional. Sehr toll gemacht und so kaufe ich dir das vollumfänglich ab.

Anna und Will... es zerreißt mir jedes Mal das Herz. Will ist mein Lieblingscharakter. Ich als Leser wünsche ihnen einfach so sehr ein Happy End. Am Liebsten würde ich in das Buch steigen und Anna ganz fest in meine Arme schließen und ihr irgendwie helfen. Immer wenn ich Mandarinen rieche, denke ich sofort an Anna. Da hast du was angerichtet, Nicole...
Will muss ganz schön einstecken und damit leben, dass sein Bruder durch und durch böse ist.

Gekämpft wird nicht ganz so viel, aber das macht auch nichts, man ist von Jess und Jaydee so abgelenkt, dass man kurz ausblendet, worum es eigentlich geht. Ich bin sehr gespannt, ob Jaydee den Jäger jemals ganz überwinden kann, oder weiterhin mit ihm ringen muss. Das wird noch einige Probleme mit sich bringen, vor allem im Bezug auf Jess.
Auch Keira bekommt ihren Auftritt und obwohl ich sie anfangs nicht so sehr mochte, hat sie es mittlerweile auch geschafft, mich zu überzeugen.





Wer wirklich fehlt ist Akil. Das fällt ein bisschen auf, weil er durch seine Art einfach viel Stimmung geliefert hat, die jetzt in der schwierigen Zeit mehr denn je fehlt.





Ich freue mich schon auf das Finale, auch wenn ich es schon als Ebook gelesen habe.





Sehr schön finde ich den Glossar am Ende des Buches, so kann man nochmal nachlesen, falls man eine längere Lesepause gemacht hat und nicht mehr alle Namen auf die Reihe kriegt.





=[ Fazit: ]=

Es geht aufs Staffelfinale zu! Kann Hardcover #5 gar nicht erwarten!






=[ Wertung: ♥ ♥ ♥ ♥ 5 von 5 ]=

Ciri nervt Nadine Erdmann

Ciri nervt Nadine Erdmann

Heute möchte ich eine Autorin ausquetschen, die mich sehr überrascht hat! :D

Und zwar mit ihrem Werk „Cyberworld 1.0 – Mindripper“. Das Cover und auch der Titel hatten mich anfangs abgeschreckt. Dann sah ich es bei einer Leserunde und habe mich beworben und gewonnen. Ich liebe Momente wie diesen: Ich habe angefangen zu lesen und war mega begeistert! Sofort war das Buch inhaliert – TOLLE Story, TOLLE Charaktere!! Schlimm nur, dass bis jetzt nur Teil 1 als Taschenbuch erschienen ist und die Fortsetzungen bis jetzt Ebooks sind. Und eine Serie wie diese möchte ich unbedingt in meinem Bücherregal stehen haben! Nun gut, genug geschwafelt – hier kommt Nadine Erdmann!



Die Liebe Nadine hat erst mal einen gescheiten Beruf gelernt (oder besser gesagt studiert), bevor es an ihr Romandebüt ging
.
Sie ist Lehrerin, hat teilweise in London studiert und in Dublin gelebt doch dann festgestellt, dass das noch nicht ihre Erfüllung ist. Und zum Glück hat sie sich dann fürs Schreiben entschieden.

Uuuund es geht los:

Ciri: Würdest du dich als witzig/humorvoll bezeichnen?

Nadine: Also ich hoffe schon, aber das können andere wohl besser beurteilen als ich. Ich verstehe aber auf jeden Fall Spaß und kann auch ganz gut über mich selbst lachen.

Ciri: Warst du eine gute Schülerin? Was war dein schlechtestes Fach, und welches das Beste?

Nadine: Guter Durchschnitt, würde ich sagen. Mein schlechtestes Fach war Latein, aber da hatte ich zum Glück einen echt guten Lehrer und nur dank ihm hab ich wohl auch mein Latinum geschafft. Meine besten Fächer waren Deutsch und Englisch. Die hab ich immer gemocht.

Ciri: Mit wem würdest du gerne mal zu Abend essen? (real oder fiktiv)

Nadine: Alex Verus aus der "Alex Verus"- Reihe von Benedict Jacka. Ich mag seine Ecken und Kanten und all die Grauzonen, in denen er wandelt, um seine Freunde zu beschützen und gleichzeitig immer wieder zu beweisen, dass er sich von seinem alten Meister, einem schwarzen Magier, losgesagt hat. Ich liebe seinen Pragmatismus, seinen sarkastischen Humor und dass er sich nicht in eine Schublade stecken lassen will. Ich glaube, ein Abendessen mit ihm würde mächtig Spaß machen – auch wenn uns dabei vermutlich sowohl dunkle und als auch helle Magier nach dem Leben trachten würden, weil er es sich garantiert mal wieder mit irgendjemandem verscherzt hat.

Ciri: Welche Rolle hättest du in einer Überlebendengruppe bei einer Zombieapokalypse?

Nadine: Ich wäre vermutlich die Allround-Kümmererin. Ich würde einen Ort zum Bleiben suchen, alles bombenfest absichern, Lebensmittel, Medikamente und was man noch alles braucht heranschaffen und mich um die Verletzten kümmern – und wehe dann kommt jemand, der mir das alles wegnehmen oder kaputtmachen will, dann kann er was erleben.
Was definitiv jemand anderes übernehmen müsste, wäre Gemüse anbauen, weil ich so was von überhaupt keinen grünen Daumen hab. Und jemand, der sich mit Solaranlagen auskennt und für fließendes Wasser sorgen kann, wäre auch super, denn davon hab ich leider keinen Plan. Mit den richtigen Leuten an meiner Seite könnten wir unsere kleine Festung dann trotz Apokalypse zu einem sehr netten Ort machen. Und dann sollen die Zombies nur kommen …

Ciri: Was würdest du deinem 13-jährigen Ich mit auf den Weg geben?

Nadine: Vertrau auf dich! Es wird nicht alles einfach, aber bleib dir treu, zieh dein Ding durch, lass dir nicht reinreden und bleib stark.

Ciri: Bist du abergläubisch?

Nadine: Nein, gar nicht. Und wenn, dann eher im umgekehrten Sinn. Ich hab zweimal an einem Freitag, den 13. wichtige Prüfungen gehabt und sie sind beide ziemlich gut gelaufen. Allerdings lag das vermutlich nicht unbedingt an dem Datum, sondern daran, dass ich wie blöde dafür gebüffelt hatte.

Ciri: Bist du ein Hunde oder Katzentyp?

Nadine: Mittlerweile beides, seit meine Schwester letztes Jahr zwei kleine Kater aus dem Tierschutz zu sich geholt hat. Vorher war ich definitiv der Hundetyp, weil ich mit denen aufgewachsen bin.

Ciri: An welchem Ort kannst du am besten entspannen?

Nadine:Auf dem Sofa. Gutes Buch, tolle Serie, Wolldecke, Kuschelkissen und ich bin ein sehr entspannter und glücklicher Mensch.

Ciri: Welchen Film hast du am häufigsten gesehen?

Nadine: Ich bin eher ein Serienjunkie, Filme gucke ich nicht so häufig und wenn, dann nur ein oder höchstens zwei Mal. Einen absoluten Lieblingsfilm hab ich daher nicht. Beruflich hab ich aber die "Truman Show" zigmal gesehen, weil ich damit meinen 11-Klässlern im Englischunterricht Filmanalyse beigebracht hab.

Ciri: Würdest du alles nochmal genauso machen?

Nadine: Vielleicht nicht alles exakt genauso, aber es gibt definitiv nichts, das ich total bereue.

Na, wenn das kein tolles Schlusswort ist! Vielen Dank für das tolle Interview!! :D


Wenn ihr mehr über Cyberworld erfahren möchtet, habe ich zum einen meine Rezi für euch - durch Klick auf das Foto gelangt ihr direkt dort hin.



Und natürlich gibt es auf der Seite der Greenlight Press mehr Infos und vor allem eine Leseprobe!

Ich freue mich jedenfalls, wenn es weiter geht und falls ich es nicht aushalte, muss ich mir eben die Ebooks besorgen *lach* 

#vonHexenundZauberern - Jeanne D'arc

Jeanne D'arc - Die Jungfrau von Orleans

                                                            #vonHexenundZauberern eine Aktion von Larissa liest


Jeanne D'arc ist jedem ein Begriff. Ist das nicht das Mädchen, dass auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde?



Ja, genau das ist sie. Aber sie ist noch viel mehr als das gewesen, und das möchte ich euch kurz erzählen.





1412 wird Jeanne in dem Dorf Domrémy geboren und im tobenden Krieg zwischen Frankreich und England bleibt auch ihr Heimatdorf nicht verschont.



Hilfe und Beistand suchte das Bauernmädchen bei Gott und schon bald beginnt sie, im Garten Stimmen zu hören, die ihr befehlen, was zu tun ist.



Vor dem Inquisitionsprozess sagte sie unter anderem wie folgt aus:


“Als ich dreizehn Jahre alt war, hörte ich eine Stimme von Gott, die kam, um mich zu leiten [...].”


Diese Stimmen identifizierte sie selbst als die der heiligen Katharina, der heiligen Margarete und des heiligen Michael. Sie beschließt, auf sie zu hören und erhält sich nicht nur ihre Jungfräulichkeit bis zum Tod, sondern sieht sich als Retterin ihres Heimatlandes.Jeanne lehnt ihr vorherbestimmtes Schicksal, ihren versprochenen Verlobten zu heiraten, konsequent ab. Sie sieht sich als die Jungfrau aus dem Eichenwald, wie in einer Legende, die einst Merlin erzählte.

Entschlossen, Frankreich retten zu können, reist sie nach Baudricourt, und bittet um Männer, Soldaten, um sich bereits von den Engländern eingenommene Stadt Orlean wieder zurück zu holen. Doch man macht sich lächerlich über sie und weist sie immer wieder ab. Durch ihre hartnäckige und entschlossene Art, begeistert sie jedoch die Massen und viele Leute schließen sich ihr an. Jeanne wird schließlich gehört und bekommt die geforderten Männer für den Sturm auf Orlean.


Kurzerhand schneidet sie sich die Haare kurz, kleidet sich wie ein Mann und schafft es mit den Soldaten tatsächlich die Stadt Orlean zurück zu erobern.

Sie folgt weiterhin den Stimmen, die sie hört und so kommt es, dass mit ihrem Bitten Dauphin Karl VII in Reims zum König gekrönt wird.



Auf dem Weg nach Paris gerät Jeanne bei Rouen jedoch in englische Gefangenschaft, wie es ihre Stimmen ihr vorausgesagt hatten. Sie wird wegen Ketzerei angeklagt, von der Inquisition für schuldig befunden und sogar zu Tode verurteilt. Um des Friedens Willen, wendet sich sogar der König von ihr ab und Jeannes Schicksal ist besiegelt. 

Sie stirbt in 1431 in Rouen als Hexe auf einem Scheiterhaufen.





Frankreich gewinnt den Krieg. Erst 24 Jahre später wird durch König Karl VII ihr Namen rein gewaschen und ihre Ehre ist wieder hergestellt. 1909 wird sie selig- und im Jahr 1920 heilig gesprochen.
=[ ♥ ]=




Der Mythos um das starke, tapfere Mädchen ist heute immer noch präsent und wird in unzähligen Filmen, Büchern, sogar Animes wieder aufgegriffen. 

Jeanne D'arc, auch die Jungfrau von Orlean genannt, steht für Mut, Entschlossenheit und Stärke und ist heute noch ein unsterbliches Vorbild für viele Frauen. Und das wird sie wohl immer bleiben.


=[ ♥ ]=

So ihr Lieben, ich hoffe ich konnte euch einen groben Abriss über diese bemerkenswerte junge Frau geben. Details habe ich mir bewusst gespart. Normalerweise schreibe ich ja solche Artikel nicht, aber Larissa's Aktion finde ich total klasse, deshalb gibt es jetzt noch mehr davon. Das nächste Mal stelle ich den Orden der Templer vor und ich würde mich freuen, wenn ihr wieder dabei seid :D 




Quellen:

Bilder:
http://a-cappella-chor-villach.chor.at
www.zerochan.net



Freitag, 19. Mai 2017

Rezension: Der Teufel im Detail

Der Teufel im Detail
                                            von Felicity Green




=[ Harte Fakten ]=
  • self-published 2016
  • 10,99 €
  • 320 Seiten
  • 978-3844800104
=[ Worum geht’s denn eigentlich? ]=

Dessie, der Inhaberin des B&B in Tarbet bleibt nichts anderes übrig als einen Teil der jungen Leute abzuweisen, da alle Zimmer belegt sind. Sie empfiehlt das „Thistle Inn“ die Straße rauf. Doch einer von ihnen verschwindet noch in der selben Nacht spurlos. Sofort ist Dessie alarmiert – vor 10 Jahren ist ihr Mann Connor in der gleichen Herberge verschwunden, seitdem fehlt von ihm jede Spur. Dessie beschließt, seinen Freunden zu helfen und begibt sich auf Spurensuche. Bald findet sie heraus, dass wohl das Mädchen Andie, die in den Semesterferien für sie arbeitet, etwas mit der Sache zu tun hat.




=[ Meine Meinung ]=

Nachdem ich den dritten Teil „Der Teufel in der Küche“ inhaliert hatte, habe ich mich sehr auf den ersten Teil gefreut. Und alle Erwartungen wurden erfüllt! 

Das Cover ist wundervoll, wirkt wie beim dritten Teil auch sehr professionell und ich hätte mir das Buch in einem Laden auf jeden Fall angeschaut und nach dem Klappentext eindeutig auch gekauft. Warum die Reihe nicht über einen Verlag produziert wird, kann ich auch nach dem zweiten Buch nicht nachvollziehen.

Die Geschichte ist super spannend. Wir steigen direkt ein in Andie's Traum und folgen ihr bis nach Tarbet. Von Anfang bis Ende war ich hervorragend unterhalten und die Wendung hatte ich ein bisschen kommen sehen, sie war aber unglaublich gut beschrieben. Jeder ist ein bisschen verdächtig, die Spannung bleibt aufrecht erhalten.

Felicity's Reihe lebt von den Figuren. Diese sind unfassbar liebevoll gestaltet. Ob Dessie oder Andie, man ist als Leser sofort mitgerissen. Vor allem Dessie's Schicksal hat mich sehr bewegt und man denkt dann schon mal nach... vor allem weil ich selbst meine Flitterwochen als Mietwagentour in Irland verbracht habe. Klar, so etwas passiert immer anderen und man sieht das nur im Fernsehen... es lässt ein mulmiges Gefühl zurück. Dessie's Verzweiflung und Leid und ihre Hoffnung auf eine neue Spur lässt niemanden kalt und ihre Loyalität Connor gegenüber ist wirklich bewundernswert.

Auch die anderen Charaktere haben es in mein Herz geschafft, die missverstandene Andie und auch der überarbeitete Polizist. Es hat Spaß gemacht, sie zu begleiten und man hat sich am Ende gefühlt, als würde man schon in Tarbet wohnen. *lach*

Und das Beste: Ich kenne Teil 2 noch nicht und kann ihn noch genießen! :D

Ich habe auch gelesen, dass Felicity noch andere Bücher geschrieben hat. Die schaue ich mir jetzt auch mal an.

„Der Teufel im Detail“ konnte mich voll überzeugen und begeistern und jetzt hat die liebe Felicity es geschafft: Ich könnte sofort meinen Koffer packen und in ein Bed & Breakfast in Schottland einchecken. (Vielleicht mach ich das ja auch)




=[ Fazit ]=


Ich ziehe meinen Hut – oder meine irische Raufboldmütze. Bitte mehr!


=[ Wertung: ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ 5 von 5 ]=

Mittwoch, 17. Mai 2017

Igel News 17. Mai 2017

=[ Igel-News 17.05.2017 ]=

Hier habe ich es noch gar nicht gepostet. Am 18. April haben wir unsere süße Cream verloren. Wir wussten wie es um sie stand, der Tierarzt hatte Wochen vorher mehrere Tumore festgestellt. Trotzdem war es mehr als ein Schock und ich hatte daran lange zu knabbern...weil ich mir natürlich Vorwürfe gemacht habe. Ich hätte da sein können, ich hätte es merken können, ich hätte, ich hätte ich hätte....

=[ ♥ ]=

Cream fehlt mir immer noch sehr. Aber ich habe aufgehört, mir ununterbrochen Vorwürfe zu machen. Tumore sind einfach scheiße. Was mich tröstet ist, dass sie jetzt keine Schmerzen mehr hat und ich stelle mir immer vor, dass meine Tierchen kleine Flügelchen haben und auf mich aufpassen. (Auch wenn ihr mich jetzt für verrückt haltet) 

Ich wusste es würde hart werden. Dabei hatte ich schon viele Haustiere und jedes Mal ist es fürchterlich, aber Cream... Ein Igelchen ist eben irgendwie etwas besonderes. Die kleine Seele... am meisten schmerzte mich, dass sie erst 1,5 Jahre alt war... schlecht behandelt wurde, falsch gehalten wurde. Und dann haben wir sie aufgenommen, ohne ihr Gesicht gesehen zu haben, weil sie so verängstigt war. Es hat über ein halbes Jahr gedauert, bis sie uns ihr Gesicht gezeigt hat. Sie war dann soweit, hat sich schmusen lassen, meinen Mann hat sie geliebt - Daddy's Girl. Und dann sowas. Das tut so richtig weh, denn das hat die kleine Maus nicht verdient. Da habe ich ein paar mal schlucken müssen und hatte dran zu knabbern.

Sully hat lange getrauert, ich bin mir nicht mal sicher, ob sie nicht immer noch trauert... aber unser kleiner Wirbelwind Navi hält sie ganz schön auf Trab. Trotzdem fehlst du hier, Cream.

Wir haben jetzt einen Platz frei und der wird zu gegebener Zeit an ein hilfsbedürftiges Igelchen vergeben. Das ist übrigens immer eine Option wenn ihr euch einen Igel holen wollt. Ich verurteile keinen, der lieber ein Baby vom Züchter will, das wollte ich anfangs ja auch. Bis ich dann von den zwei Notigeln gehört habe und seitdem steht fest: ich möchte hilfsbedürftigen Igelchen, meist die, die keiner mehr haben will, ein Zuhause geben. 

Sobald wir eine weitere Stachelnase aufgenommen haben, werde ich natürlich wieder berichten