Mittwoch, 13. September 2017

Rezension: Der große Zoo von China

Der große Zoo von China

von Matthew Reilly




=[ Harte Fakten ]=

- Festa Verlag 2017
- Taschenbuch 13,99 €
- 480 Seiten

=[ Um was geht's denn eigentlich? ]=

Was hat China zu bieten? Das Land, das vor allem für Fälschungen bekannt ist, wartet jetzt mit etwas neuem auf. Nur wenigen Besuchern wurde bisher Zutritt zur neuen, weltverändernden Sehenswürdigkeit, dem neuen Zoo, gewährt. Denn dort kann man etwas ganz besonderes sehen: Echte Drachen!
Der Krokodilexpertin CJ ist noch nicht ganz wohl bei dem Gedanken und sie ist gleich fasziniert von diesen Geschöpfen. Und sie soll recht behalten, denn die Ding eskalieren schneller als gedacht.

=[ Meine Meinung ]=

Der Autor hat sich von "Jurassic Park" inspirieren lassen - las ich mit hochgezogener Augenbraue und den schlimmsten Befürchtungen, nämlich jetzt einen Jurassic Park Abklatsch vor sich zu haben.

Und als ich dann anfing und die ersten paar Seiten hinter mir hatte, konnte ich nicht wieder aufhören. Kapitel für Kapitel habe ich inhaliert.

Er hat es eben geschafft, hier nicht einen Abklatsch zu produzieren, sondern einen absolut geilen Thriller! Auch wenn das Setting an den Dino-Park erinnert, gibt es ansonsten nicht viele Gemeinsamkeiten.

Alles, vor allem auch die Existenz der Drachen ist ausführlich und glaubwürdig erklärt und es bestehen nie die geringsten Zweifel, dass der Zoo nicht existiert. Man muss sich eben auf Neues einlassen können!

Alles in dem Roman hat wunderbar funktioniert. Die Kapitel sind kurz und sehr flott zu lesen, immer wieder werden Karten des Parks eingestreut und dienen der Veranschaulichung. Und mit etwas Nachdenken kann sogar der Leser selbst auf ein paar Dinge kommen. Nicht zuletzt die selbstlose und mutige Protagonistin sorgt für Action und Spannung. Kaum hat sie sich aus einer gefährlichen Situation befreit, wartet um die Ecke schon die nächste. Eine Achterbahnfahrt aus Spannung und Entsetzen! 

Natürlich schafft sie es (oft) und wirkt daher etwas "unverwundbar", aber ganz ehrlich...da ist "Der große Zoo von China" nicht der erste Roman.

Der Autor ist bekannt dafür, sehr bildlich zu schreiben, als würde man einen Film gucken. Also genau so, wie ich es nicht mag!
Und ich muss sagen, das finde ich irgendwie gar nicht. Alles war ausreichen beschrieben und nichts war abgehackt oder ist verloren gegangen. Der Autor arbeitet auch sehr viel mit Geräuschen. "BAMM!" - finde ich super.

Also Leute, ich weiß nicht was ich noch schreiben soll: Wenn ihr Bock habt auf einen mega tollen Thriller (mit Drachen!!!) und euch Jurassic Park ansatzweise gefallen hat - dann greift bitte zu! Anschnallen, nochmal tief Luft holen und mit CJ und Hamish mitfiebern!

Ich habe erfahren, dass im Herbst noch ein Buch den Autors erscheint und das steht schon jetzt auf meiner Wunschliste!

=[ Fazit ]=

Absolut gelungener Thriller à la "Jurassic Park" - nur eben halt mit Drachen!

=[ Wertung: ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ 5 von 5 ]=

Donnerstag, 31. August 2017

Rezension: Fünf Minuten

Fünf Minuten

                                                            von Ian Cushing





=[ Harte Fakten ]=

- self published
- 6,99 Euro
- 96 Seiten


=[ Worum geht's denn eigentlich ]=

Es handelt sich hier um das Tagebuch eines Mörders.

=[ Meine Meinung ]=

Ian Cushing wollte für mich "eine positive Überraschung" sein und das war er eigentlich von Anfang an. Und das war er zugegebenermaßen von Anfang an. Der Kontakt war super nett und professionell und auch das Buch hat mich total überzeugt - und es handelt sich hier um sein Debüt.

Der Preis 6,99 Euro für ein Minibuch mit 96 Seiten scheint teuer, doch es handelt sich hier um ein self published Buch.

Trivialinformation: Tatsächlich habe ich im Zuge meines Abiturs für eine Arbeit mal ein Tagebuch eines Mörders geschrieben. Da es uns zu blöd war, das auf 20 DIN A 4 Seiten einzureichen...haben wir alles auf eine Karte gesetzt und ein Tagebuch gekauft, es mit Kaffee und Dreck auf alt getrimmt und dann den ganzen Text reingeschrieben. Je nach Gemütslage des Mörders zittrig, manchmal hastig... ja. Kam gut an und 15 Punkte waren mir sicher :B


Jedenfalls finde ich dieses Buch hier toll. Es liest sich gut, schnell und nachvollziehbar. Der namenlose Protagonist und Verfasser des Tagebuchs hat klare Ansichten vom Leben und hatte auch schonmal bessere Zeiten. Als seine Frau einen Herzinfarkt erleidet und seine Mutter wenig später verstirbt, ist er am Boden angelangt. 

Er beschreibt den Verlauf wie aus einem "normalen Menschen", einem liebenden Ehemann, Sohn, Neffen, ein Mörder wird. Stück für Stück, völlig ungewollt und ungeplant. Es passiert einfach. Und zeigt uns wieder einmal, dass es "Schwarz und Weiß" im echten Leben nicht gibt. Das wirft ein schwieriges Thema auf, das immer haufenweise Diskussionsstoff bietet. 



Simple ausgedrückt: Ein Mann, der mit der Axt seinen Vater erschlägt ist ein Mörder. Aber ein Mann der jahrelang von seinem Vater missbraucht und gedemütigt wurde, geschlagen und eingesperrt wurde, und ihn dann mit einer Axt erschlägt, ist immer noch ein Mörder. Aber ein verstandener. Jeder Mensch hat ein eigenes Rechtsempfinden, aber ein Mörder bleibt ein Mörder - laut Gesetz. 

Bei unserem Mörder hier verschwimmen die Grenzen. Der Leser sympathisiert, versteht und gibt ihm vielleicht innerlich ein bisschen recht, auch wenn es nicht "recht" ist. 

"Fünf Minuten" löst also im Kopf einen tollen Konflikt aus, über den man nachdenkt, seinen Standpunkt abwägen muss und sich vielleicht - so wie ich - mit jemandem darüber unterhalten muss. 

Ganz davon abgesehen, hat Ian Cushing einen tollen Schreibstil und ich würde mir wünschen, einen 300 Seiten langen Thriller von ihm zu lesen! Es hätte hier auch ruhig etwas mehr sein können! Etwas abgewandelt wäre es ein sicher noch besserer und längerer Thriller geworden.

Ein Kritikpunkt für mich: Das Cover. Das passt leider überhaupt nicht - was echt schade ist! Vielleicht hätte es einfach die Optik eines Tagebuchs haben sollen. Fänd ich interessanter. Also so hätte ich im Buchladen nicht nach dem Buch gegriffen, bin aber froh, dass ich jetzt lesen durfte!


=[ Fazit ]=

Ein toller Minithriller für einen verregneten Herbstabend!

=[ Wertung: ♥♥♥♥ 4 von 5 ]=

Montag, 28. August 2017

Gamescom Bericht - Meine erste Gamescom

Meine erste Gamescom



Da wir letztes Jahr keine Karten mehr bekommen konnten, wollten wir dieses Jahr unbedingt auf die Gamescom und so habe ich noch am Verkaufsstart zwei Karten ergattert! Leider war sehr unsicher, ob unser Haus nun im Sommer kommt und ob mein Mann auf Dienstreise ist, deshalb hatte ich nur Tageskarten für Samstag besorgt. Mit einem Übernachtungsstop bei meiner Mam bei der Hälfte der Strecke ging es Samstag um halb 7 auf nach Köln! 

Nachdem wir uns durch die Stadt gekämpft hatten nahm die Katastrophe ihren lauf. Die Parkplätze für die Besucher waren ausgeschildert, also folgte wir den Schildern und nach einer Stunde im "Parkstau" kamen wir auf eine andere Spur. Immer weiter folgten wir den Schildern bis zu einer großen Kreuzung - denn da hörten die Schilder plötzlich auf. Und scheinbar sind wir genau falsch abgebogen denn wo fanden wir uns nach 1,5 Stunden Stau und Gewirr wieder - auf der Parkstau-Spur!! Sehr ärgerlich und vor allem vermeidbar! Hätte man einfach ein **** Schild aufgestellt!! Mit vielen anderen verwirrten Besuchen machten wir kurz Rast an der Tankstelle und sind dann einfach in eine Richtung weitergefahren. Direkt vor der Messe (!!) war tatsächlich ein Privatparkplatz, auf dem man für 10 Euro pro Tag parken konnte. Und das haben wir dankbar angenommen... Noch jetzt bin ich froh drum, denn nach einem Tag auf der Gamescom will man keinen Schritt weiter laufen als notwendig. Und zum gut ausgeschilderten (...) Gamescomparkplatz hätten wir noch mit einem Shuttle fahren müssen.

Der Einlass selbst war super organisiert. Nach kurzer Taschenkontrolle gings staufrei weiter, trotz Stoßzeit. Auch das Altersbändchen hatte man innerhalb von 5 Minuten. Neugierig sind wir dann aufs Gelände gestapft.

Unsere erste Halle waren die Retro Games. Und ich habe keine Ahnung, welche Halle das war. Uns war es leider nicht möglich, irgendwoher einen Hallenplan zu bekommen und so irrten wir die meiste Zeit ziellos umher und mussten und selbst zurechtfinden. Irgendwann hat uns jemand ein Heft in die Hand gedrückt, in dem war zwar kein Hallenplan, aber die einzelnen Hallen waren abgezeichnet und so konnte man sich wenigstens innen orientieren. 
Insgesamt finde ich die Messe Köln hochgradig verwirrend und sehr unübersichtlich. 

Die Gänge waren breit und Gedränge kam selten auf, also anders als auf Buchmessen. Jedes Studio hatte so einen eigenen Teil, durch riesige Wände abgegrenzt. So hatte man zwar einen tollen Blick auf das Logo der Spiele...leider aber nicht auf die Spiele selbst. Von außen konnte man sehen, dass der Spielbereich zwar toll gestaltet ist...aber um da mal 10 Minuten reinspielen zu dürfen steht man teilweise 4 Stunden an. 

Das wollten wir einfach nicht, erst recht nicht, bei nur einem Tag Gamescom oder bei Spielen, die man sich sowieso kauft (wie zum Beispiel Assassin's Creed). Schade aber einfach, dass man von außen nicht mal sehen konnte, was die anderen gespielt haben. 

Tatsächlich sind mir nur wenige Stände aufgefallen, die das gut organisiert hatten. Bei "Die Gilde 3" stand tatsächlich keiner an, und wir konnten das Spiel kurz anspielen! Die Requisiten am Stand waren echt toll! Auch bei "Monster Hunter World" konnte man zumindest ein Jägerlager bewundern und einen Rathaloskopf über den Tür. Gesehen hat man einen kleinen Trailer auf dem Bildschirm.


 

Ubisoft hat bei "Assassin's Creed" die Assassinen Kostüme ausgestellt, das war schon sehr beeindruckend!

Gewinner der Herzen waren natürlich "Gwent"! Auch wenn wir uns nicht angestellt haben, man konnte ein Duell der Spieler auf dem großen Bildschirm sehen und das war schon echt spannend! Auch konnte man sich für ein Foto mit "Maul Cosplay" anstellen, und das konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen! Ben ist wirklich sehr nett und sympathisch und ich finde es absolut bewundernswert, sich stundenlang mit vollem Cos in eine Halle zu stellen und Fotos zu machen und kostenlos Autogramme zu geben! Alles richtig gemacht ♥



Auf der Social Media Stage haben wir Fabian Sigismund, Frodo und LeFloid gesehen. Letzterer hatte mir sogar eine Monster Hunter Tröte an den Kopf geworfen XD Leider konnten wir wegen den Tröten nicht zum Schauen bleiben (LeFloid hätte Monster Hunter World angespielt), denn es war einfach viel zu laut.

Die Händlerhalle war auch einen Besuch wert. Da gabs echt viel zu sehen und vor allem viele Menschen die sich aneinander drängelten. Das meiste war wieder Tshirts, wie auch schon auf der Comiccon. Der offizielle Merch von Bethesda war total cool - leider etwas zu teuer für uns.

Beeindruckend sind immer wieder die Monster Hunter Figuren!! Ich liebe sie! Aber sie würden ja doch nur in der Vitrine verstauben... U_U

Ja und ehe man sich versieht ist der Tag vorbei und man hat eigentlich gar nichts gesehen. XD Trotzdem war es sehr cool dagewesen zu sein. Der Preis war auch okay. 

Ich fand die Preise für Essen eigentlich völlig in Ordnung! Wer schon mal auf der Frankfurter Buchmesse war und für ein Glas Wasser 4 Euro gezahlt hat...der weiß was Messepreise sind. Hier gabs eine große Tüte Pommes für 4,80 Euro und ich fand das okay. Es ist teurer als im Schwimmbad aber noch bezahlbar. Wir hatten uns zum Beispiel viele Getränke und Essen mitgenommen und mussten fast nichts kaufen. 

Aber ich glaube, wenn sie die Stände nicht etwas mehr öffnen oder irgendwie mehr auf die Besucher zugehen, in Form von Flyern, Postern, Goodies, wie es auf Buchmessen welche gibt... weiß ich nicht, ob sich der Besuch wirklich lohnt, wenn man keinen Presseausweis oder ähnliches hat. 

Schade eigentlich.

Sonntag, 27. August 2017

Rezension: Die Gabe der Könige

Die Gabe der Könige 

                                                           von Robin Hobb




=[ Harte Fakten ]=

- Penhaligon 2017
- Taschenbuch 15,00 Euro
- 608 Seiten

=[ Worum geht's denn eigentlich ]=

Als Bastard eines Prinzen wird Fitz an den Hof geholt. Er sieht seinem Vater sehr ähnlich und erntet meist Missgunst. Er wird Burrich zugewiesen, einem Hundezüchter, und Fitz freundet sich schnell mit den Tieren kann. Doch er hat noch eine andere Gabe, für die er große Opfer bringen muss und ist schneller in die höfischen Intrigen verstrickt, als ihm lieb ist.

=[ Meine Meinung ]=

WOW Was für ein Buch!

Eins vorab: Das Buch ist nicht neu. Es ist vorher unter anderen Namen bei anderen Verlagen erschienen (zum Beispiel als "Der Weitseher" bei Heyne) und hat durchaus schon ein paar Jährchen auf dem Buchkel. Erstmals erschien es 1995! 

Aber das macht es nicht schlechter. Im Gegenteil. Durch die heutige Flut an Fantasyromanen hat man das Gefühl, immer und immer das Gleiche zu lesen, vor allem seitdem "Game of Throns" so berühmt wurde und jetzt jeder Autor versucht "ein Meisterwerk epischen Ausmaßes" zu schaffen. Und dann kommt "Die Gabe der Könige" daher, ist 22 Jahre alt und steckt so manches Fantasybuch im Vorbeigehen in die Tasche.


Das Cover ist recht schlicht gehalten, verrät nicht all zu viel über den Inhalt. 

Es vereint viele Dinge, deshalb ist es wirklich so gut: Liebe, ohne schnulzig zu werden, Macht, die einen verzweifeln lässt und Intrigen, ohne hochpolitisch zu sein. 

Von Anfang an war ich mit Fitz verschmolzen, habe mit ihm gelitten und es ist sogar etwas passier, was mir noch nie passierst ist: ich habe zweimal geweint beim Lesen. 




Emotional hat mich dieses Meisterwerk (ja, das Wort ist wirklich angebracht) mehr als abgeholt und ich war wirklich bewegt. Das war eine Glanzleistung der Autorin!

Wir begleiten den Jungen Fitz, der eigentlich nicht einmal einen Namen hat und verfolgen seine Kindheit, wir sehen ihn quasi aufwachsen, reifen. Er musst viel durchmachen und hat nicht viel zu lachen, als Bastard eines Prinzen. Sofort ist der Leser derart nah an Fitz uns seiner Geschichte dran, dass er gar nicht anders kann als mitzufühlen. 

Alles wirkt durchdacht, die Figuren sind einprägsam und entwickeln sich gut. Es wird viel erzählt, aber es wirkt nie aufgesetzt oder erzwungen. Die Dinge geschehen einfach und wir schauen dem armen Jungen über die Schulter. 


Dabei kommt auch die Spannung nicht zu kurz. Es war mir eine große Freude dieses Buch zu lesen und ich habe es auch überall mit mir herum getragen (und es ist nicht gerade dünn). Ich für meinen Teil kann jedem Fantasy-Fan dieses Buch nur wärmstens ans Herz legen - ihr werdet es nicht bereuen.

Ihr werdet lachen und weinen aber vor allem dieses Buch nicht mehr weglegen!


=[ Fazit ]=

Absolutes MUST READ für Fantasyfans. Ja, in Großbuchstaben - MUST READ

=[ Wertung: ♥♥♥♥♥ 5 von 5 ]=

Igelzuwachs

=[ Igelzuwachs ]=

Hallo ihr Lieben!

Hier heute mal wieder zwei Igelgeschichten. Nach dem Tod von unserem Igelchen Cream hatten wir wieder Platz im Terra und ich habe mich wieder nach Notigeln umgeschaut, die dringend ein Zuhause suchen, weil sie gerettet wurden, aus schlechter Haltung stammen, etc. 

Die liebe Anne von den Cologne Hedgies (von ihr hatten wir auch Sully und Cream) meinte dann, sie hätte zwei Problemfälle und wir könnten uns gerne einen aussuchen. 

Tja...eine Woche später hatten wir dann Fotos von den Igeln und schnell haben wir uns entschieden - dass wir sie beide nehmen müssen. ♥ Ich kann ja nicht nur ein Igelchen nehmen und das andere hat Pech...

Kurzum: ein neues Terrarium musste her und war über Ebay Kleinanzeigen dann auch gleich gefunden! Vielen Dank an Uwe, der uns das Terra zu einem Spottpreis verkauft hat, nachdem er erfahren hat, für was es gedacht ist. 

Nach einer Komplettreinigung und neuem Anstrich, ist es dann zu einer Vault (Fallout) geworden. Was jetzt noch fehlt ist etwas mehr Einrichtung und eine zweite Ebene, die wird jetzt in den nächsten Tagen und Wochen noch nachgerüstet. Das Wichtigste ist drin und es wird auch schon fest geschlummert.

Da wir gestern auf der Gamescom waren, konnten wir die zwei kleinen Igelchen gleich mitnehmen und sind abends bei Anne aufgeschlagen, um sie abzuholen. Anne's Igel sind wirklich unfassbar niedlich und sie kümmert sich total süß um sie. Nach 4 Stunden Fahrt konnten wir die Kleinen dann auch gleich ins neue Terra setzen, wo sie buchstäblich sofort an Ort und stelle eingeschlafen sind. XD sehr niedlich.

Heute war dann Wiegen und Fotografieren angesagt, auch die anderen Igelchen haben wir schonmal schnuppern lassen. Aber jetzt stell ich euch die beiden erstmal vor!!

=[ Rocket ]=




Rocket ist ca. 2,5 Jahre alt und hat panische Angst vor allem. Sie schimpft und ist sehr schreckhaft. Leider wurde sie vom Vorbesitzer wohl nicht so gut behandelt...man hatte sie sogar pink angemalt, um sie von anderen Igeln zu unterscheiden. Unfassbar... 
Sie ist etwas pummelig, aber grundsätzlich sehr neugierig. Nur vor Menschen hat sie furchtbar Angst. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir das hinkriegen ♥

=[ Tiz ]=




Die kleine Tiz ist auch ca. 2,5 Jahre alt und wurde in ihrem kurzen Leben leider schon sehr oft hin- und her- und vor allem abgeschoben. Ständig musste sie den Besitzer wechseln und ist am Ende leider wieder am Anfang gelandet. 
Sie ist total zahm und lieb, sehr sehr neugierig und aufgeschlossen. Ich bin sehr froh, dass sie bei uns jetzt "angekommen" ist. Tiz schläft am liebsten im Tshirt meines Mannes XD


Wir haben auch schon die anderen Igel auf die beiden losgelassen und Navi hat sich direkt der schüchternen Rocket angenommen!


Mittwoch, 23. August 2017

London's Lost #1

=[ London's Lost ]= von Arnika Leuker


Hey ihr Lieben! Endlich habe ich einen Titel für meine Geschichten :D Da sie so gut ankam habe ich fleißig weitergearbeitet und sie hat jetzt schon 12.000 Wörter. Viele Fälle sind bereits in meinem Notizbuch notiert und ich kann es kaum erwarten, sie auf Papier zu bringen.

Hier habt ihr nun einen Schnipsel! Bitte gebt mir Feedback, ob ihr gerne weiterlesen wollt ♥


=[ ]=

An was denkt man, wenn man stirbt?

Dichter Nebel schlängelte sich einmal mehr durch die kühlen Gassen Londons. Die Sonne war längst untergegangen und nur wenige Gaslampen beleuchteten die viel zu dunklen Hauptstraßen.  Zu dieser späten Stunde war außer einer Handvoll Betrunkener kaum jemand unterwegs. Trotz der Nebelschwaden, lag Schnee. Nicht hoch, aber hoch genug, um sich bei Möglichkeit Drinnen aufzuhalten. Völlig untypisch für London. Whitechapel wirkte in dieser tiefen Nacht gespenstisch. Also noch gespenstischer als sonst.


Unter einer Laterne, die gemächlich flackerte lag ein junger Mensch, der in unregelmäßigen Abständen atmete. Winzige, fast unsichtbare Dampfwölkchen stiegen auf.  Das Kind lag auf dem Rücken, vor allem aber lag es im Sterben. Das Herz schlug bereits sehr schwach und der Körper hatte sich längst darauf eingestellt, nur noch die notwendigsten Funktionen zu erfüllen. Viel zu viel Blut hatte den Schnee bereits rot getränkt. Tränen waren schon auf den kalten Wangen gefroren und es war keine Kraft übrig, um nach Hilfe zu rufen, aber zu viel Kraft, um einfach zu sterben. Die Gedanken des Kindes kreisten um Erinnerungen. Was war wohl das letzte, woran ein Mensch dachte, der bereits im Sterben lag? Das Kind wusste es nicht. Das kurze Leben war viel zu schnell an seinem geistigen Auge vorbeigeflogen, viel zu wenig Jahre, die man hätte in Zeitlupe abspielen können. Was nach dem Rückblick geblieben war, war die Angst vor dem was noch kommen würde. Schmerzen? Schwärze? Noch mehr Kälte? Immer wieder drang ein bisschen mehr Blut aus der Wunde und hinterließ einen warmen Faden auf der kalten, zitternden Haut. Eisige Luft brannte in den kleinen Lungen und das Kind schloss einfach die Augen und hoffte auf die Erlösung.

Ein Geräusch zerschnitt die eisige Nacht und Schnee wurde aufgewirbelt.

Aus einiger Entfernung rollte eine Droschke heran, das Pferd schnaubte laut und gehetzt. Das Kind hob den Kopf, ohne die Augen zu öffnen und keuchte verzweifelt. Ein letzter Hilfeschrei in diesem gottlosen Viertel. Es war gewiss, dass in dieser Dunkelheit und dem dichten Londoner Nebel keiner das kleine Bündel unter der Laterne entdecken würde, und so fuhr die Droschke gemächlich vorbei. Gedämpfte Hufe waren zu hören und das Schnauben wurde wieder leiser.

Für das Kind starb nun auch der letzte Funken Hoffnung und das Atmen wurde wieder schwächer, bis das Bewusstsein schließlich schwand. Schmerz und Verzweiflung wichen einem tiefen Schwarz. Seltsam, wie sich der Körper bei einem Funken Hoffnung noch einmal aufrafft, nur um danach noch viel tiefer zu fallen. Und was war nun der letzte Gedanke? 
Der letzte Gedanke des Kindes galt seinen Eltern, die es nie kennengelernt hatte. „Vergesst mich nicht.“, war der nun wirklich allerletzte traurige Gedanke des jungen Menschen.

Die Totenstille kehrte zurück in die Straße, die Lampe flackerte weiter langsam vor sich hin und sogar ein paar dicke Flocken bahnten sich wieder den Weg auf die verschneiten Gassen.  Als würde der Schnee einfach alles unter sich begraben wollen. Schon bald war die Spur der Droschke wieder verborgen und auch das Kind wurde bedeckt von einer weißen Decke.

Wäre man etwas länger in dieser Szene verlieben hätte man beobachten können, wie die Droschke nach wenigen hundert Metern wendete und das Pferd wild protestierte. Man hätte gesehen, wie die Droschke abermals an der Lampe vorbeifuhr – diesmal jedoch hielt.

Zwei Männer stürzten eilig heraus, derart aufgebracht, dass einer von ihnen sich nicht mal um den Hut kümmerte, der ihm vom Kopf gefallen und im Schnee gelandet war.
„Danken Sie Gott! Wir haben es.“, sagte einer und fuhr sich über die Stirn. „Wie ist das möglich?“
„Sie sehen doch, dass es möglich ist! Watson, helfen Sie mir! Ich spüre keinen Atem.“, rief der andere Mann und behutsam und schnell zugleich packten sie das Kind unter den Armen und trugen es in die wartende Droschke, die mit großer Eile davonfuhr.

Zurück blieb nur ein Hut, halb bedeckt mit Pulverschnee, neben einer großen Lache Blut.

Von allem bekam der Mann im Sessel nichts mit. Auch wenn der Raum, in dem der Sessel stand, sehr groß und die Decke sehr hoch war, so war er doch recht spärlich eingerichtet. Im Kamin prasselte ein Feuer vor sich hin und die dünnen Fensterscheiben waren bereits beschlagen. Nicht viele Londoner konnten sich den Luxus leisten, nicht frieren zu müssen, aber dieser Mann konnte es sehr wohl. Vielen war ein Rätsel, warum er überhaupt regelmäßig in diesem Klub verkehrte, hatte er Zuhause doch viel Mehr Platz und Raum für sich. Mit geschlossenen Augen saß er in dem dunkelgrünen Ohrensessel, völlig regungslos. Gedanklich schien er woanders zu sein und er blickte langsam auf, als ein Angestellter an ihn herantrat und ihm wortlos ein Telegramm reichte. Der Mann im Sessel nickte ihm zu und er entfernte sich wieder.
„Sie haben dich.“, dachte er nachdem er die wenigen Worte gelesen hatte, und grinste.
„Jetzt liegt es an dir, ob du überlebst.“, sagte er in Gedanken zu sich selbst und warf das Telegramm sogleich ins Ofenfeuer, wo es sofort verkohlte und zusammenschrumpelte. Er grinste und schwang sich aus dem Sessel. Es dämmerte bereits und er hatte die ganze Nacht auf diese Nachricht gewartet. Wie immer war auf seinen Bruder Verlass gewesen. Man reichte ihm Mantel und Hut und zufrieden verließ Mycroft Holmes an diesem Morgen den Diogenes Club.

=[ ]=

Lust auf mehr? Einen Fall gibt es schon, veröffentlicht im Rahmen eines Schreibwettbewerbs

Rezension: Rabenflug

Rabenflug 

von Anja Hansen




=[ Harte Fakten ]=

- 55 Seiten
- self published
- Taschenbuch 4,99 Euro

=[ Um was geht's denn eigentlich? ]=

Wer hätte gedacht, dass es ein Leben nach dem Tod gibt, und dass es dem Leben vor dem Tod so ähnlich ist? Liara macht genau diese Erfahrung.

=[ Meine Meinung ]=

"Rabenflug" hat nur 55 Seiten, entsprechend schnell war es inhaliert. Wir haben hier eine sehr tolle und vor allem berührende Geschichte vor uns. 

Ich selbst hätte das Buch niemals gelesen, da mich sowohl Cover, als auch Titel abgeschreckt haben... Im Nachhinein finde ich, dass weder Cover noch Titel nur Geschichte passen und ich glaube, es würden viel mehr Menschen dieses Buch lesen, wenn sich das ändern würde.

Versteht mich nicht falsch, das Cover seiht gut aus. Nur passt es irgendwie so gar nicht.

Der Schreibstil ist absolut genial und schafft es, das ernste Thema genau so viel aufzulockern, wie es der Geschichte gut tut. Ich habe die Story wirklich genossen. Und konnte sofort mit Liara mitfühlen. Es muss wirklich schrecklich sein, andere um einen trauern zu sehen...

 Was mir dann nicht ganz so gut gefallen hat, ist das Ende. Man hätte es schöner auslaufen lassen können, aber die Lovestory am Ende war mir einfach zu abgedroschen und zu vorhersehbar und auch irgendwie unpassend, wo doch der Anfang so wahnsinnig gut gelungen ist. Eine andere Wendung hätte der Geschichte vielleicht besser getan.

Dennoch hat es mir sehr gut gefallen! Vielen Dank, Anja, dass ich es lesen durfte!

=[ Fazit ]=

Tolle Geschichte

=[ Wertung: 4 von 5 ♥ ♥ ♥ ♥ ]=